Das Hörspiel ist nicht nur eine Reise in die deutsche Vergangenheit, sondern eigentlich gleich in zwei Vergangenheiten. Anhand des Schicksals einer Familie wird diese Reise persönlich und nimmt einen auch wortwörtlich mit. Das Hörspiel ist eine Eigenproduktion unter SCHMELZPUNKT Bild&Ton und beim Voland&Quist Verlag erschienen. (www.voland-quist.de)
 
 
Hörspiel von Antje Hörenz | Bearbeitung: Carsten Wilhelm | Rechte: Antje Hörenz, Carsten Wilhelm | Prod.: Schmelzpunkt Bild&Ton | Länge: 40'04 min. | Ursendung: Leipziger Buchmesse 2004 | Erschienen bei Voland&Quist Verlag 
 
 
 

Mitwirkende:

Sprecher:
MARHTA - Tine Gerstner | HEINRICH - Carsten Wilhelm | HANNAH - Susanne Arlt | MARHTA alt - Gitta Kron | TINE - Mandy Escher | RICHTER - Karl Kaliczek | STASI - Robert Grunert, Sebastian Ritschel

Musik:
Komposition: Ronny Scholz | Solo-Geige: Yumiko Tsubaki | Live-Klavier: Christian Girbardt | Live-Klavier: Antje Hörenz

Produktion:
Sprecherregie: Antje Hörenz | Aufnahmeleitung: Annett Grundke | Schnitt: Carsten Wilhelm | Mischung/Mastering: Marcus Rose | Realisation: Carsten Wilhelm

 

 

Beschreibung:

In Tines Familie erinnert sich keiner für sie. Weder ihre Mutter Hannah, noch die Großmutter Martha. Beide verweigern dem Mädchen die Anteilname am zurückliegenden Leben des ihr unbekannten Großvaters Heinrich. Während sich Mutter Hannah in inneren Monologen mit dem Leben ihres Vaters auseinandersetzt, lässt Großmutter Martha auf szenische Art und Weise ihre Zeit mit Heinrich Revue passieren. So erfährt der Hörer, was Tine versagt bleibt - die Geschichte von Heinrich dem Heinrich dem Soldaten, die Geschichte vom Heimkehrer und unfreiwilligen Juli-Aufständler 1953, die Geschichte vom verhinderten Geigenspieler - was Einem geschehen kann, dem der Lebensinhalt, die Musik, genommen wird. Er erfährt, aus welchem Grund Heinrich zugleich Johnny ist und wie schwer ein kleines Lied die Liebe zweier Menschen zu belasten vermag.

Letztlich is es jedoch die unwissende Tine, die durch ihr Geigenspiel mit dem Großvater in Verbindung steht. "Variationen für Violine Solo" ist eine Heimkehrergeschichte, die aus heutiger Erinnerungsperspektive und anhand musikalischer Variationen eines Liedes die Familiengeschichte dreier Generationen erzählt. So lässt sich das Hörspiel auch als musikalische Aufarbeitung deutscher Vergangenheit hören.