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LongShortMediagraphie & Referenzen
Wie soll man sich selber bezeichnen? Und macht eine Einordnung überhaupt Sinn? Der Informationsweitergabe ist man doch irgendwie verpflichtet und natürlich ist es, wenn man sich auch ins rechte Licht zu rücken vermag, nicht ganz unvorteilhaft. Da wird es kompliziert. Da wird's persönlich. Daran werde ich scheitern! Deshalb eine Warnung vorweg, sozusagen als komplett desaströse Einleitung: Ich habe es nicht fertiggebracht einen pressetauglichen Werbetext über mich zu verfassen! Eine Ahnung davon, was er bewirken wird, was er erklären kann oder ob es ein gutes Bild ist, welches ich mir selber male, habe ich dementsprechend schon gar nicht. Und das ist echt nah an der Wahrheit.

Also gut. Sagen wir: Ich bin Musiker! Ich schaue in meine große Kiste, die ich mit mir rumtrage und weiss, das reicht nicht. Leider. Denn sie ist auch ganz schön bunt. Wie sagt man zu jemandem, dessen Interesse sich auf Bereiche wie Mischung, Tonaufnahme und Mastering erweitert? Also “Musiker mit tontechnischem Background"? Zum Film und TV ist es auch nicht mehr so weit, wenn da gewisse Bekannte und Freunde ihr Glück suchen. Also „Musiker mit tontechnischem Background & Film-/ TV-Produktionserfahrung”?

Über die Jahre und vor allem die zusammengekommenen Projekte aus Kurzfilm, Spielfilm, Werbung, am Set, in der Postproduktion und als Musiker, wurde das alles dann auch erwähnenswert. DolbyDigital-Surroundmischung, Aufnahme, Edit & Nachvertonung, Filmmusik. Basteln, frickeln, bauen. So hatte ich auch die Möglichkeit, an einer ersten Filmmischung mit dem Wellenfeldsynthese-System IOSONO des Fraunhofer-Instituts (IDMT) zu arbeiten. Hörspielproduktionen, Misch- und Masteringarbeiten für Radio- und CD-Projekte kommen mit in die große Kiste.

Ein Interessengebiet außerhalb der Tonarbeit und sozusagen ein guter Ausgleich durch andere Kreativität, ist die grafisch gestalterische Richtung. So arbeite ich als Freelancer im New-Media Bereich; bastle, baue und programmiere eben auch hier. Das umfasst(e) Web-, Layout-, Grafikarbeiten, Corporate Design, CD/DVD Artworks; für Firmen, Schauspieler und Bands. Meine eigene Web-Seite hier ist wohl ein gutes Demonstrationsbeispiel. Und für mich ist das alles gar nicht so weit weg vom Tonmachen und von der Musik. Aber das ist eine andere Geschichte bzw. sind es viele kleine.

Meine bisherige Ausbildung hat den Grad eines Dipl.-Medienwissenschaftlers mit der Spezialisierung auf Medienproduktion. Das Studium an der Technischen-Universität-Ilmenau beinhaltete neben Fähigkeiten zur Konzeption und Umsetzung von Medieninhalten, auch wissenschaftliche, betriebswirtschaftliche und rechtswissenschaftliche Grundlagen.

Was nützt das alles? Ich glaube all die Formen des Tuns, all das in der großen Kiste, erfüllt wohl den selben Zweck. Künstlerisch und gestaltend sein um zu bewegen, sich zu bewegen, um sich besser zu verstehen.  Das Konzept ist immer das Selbe. Tun um zu kommunizieren. Tun um zu tun. Tun um getan zu haben. Das geht in der Musik genauso gut wie im Film, in der Grafik genauso, wie im Bücherschreiben. Auch um Geld zu verdienen, klar. Prinzipiell egal mit in welchem Medium, mit welchem Content man sich weiter gibt. Grafiker oder Musiker oder Bäcker an der Ecke. Medium=Brötchen. Entweder es ist gut für mich, oder es schmeckt  einfach nicht. Letztendlich, schön kompakt, schön bekennend, wieder Musiker; hauptsächlich irgendwie. War es immer und werde es auch immer bleiben.

Aber nun ist es drei und wird nicht besser. Ich suche Worte, doch "Words are very, are necessary". Und bei diesem Gedanken wird es irgendwie idiotisch, weil man ja hintenrum versucht, das Vornerum zu erklären, es aber nicht im geringsten stichhaltiger macht, sondern nur lyrischer. Da schlägt die Stunde von Werbetextern, die für eine noch so dumpfe Aussage die konsumfördernsten Worte finden können, auch wenn es im Großen und Ganzen sicherlich oft deprimierend ist, das überhaupt zu tun. Ich entscheide mich für etwas Kompaktes, etwas Konkretes, das anders als der Rest vom Text, eigentlich alles sagt (wie ja auch ein bekannter Sporthersteller mal fand) ...

"Just Do It. Mehr nicht."